Es ist die Frage, die in fast jedem Erstgespräch als erstes kommt, und die unbefriedigendste Antwort darauf lautet: kommt drauf an. Stimmt zwar, hilft aber niemandem. Deshalb hier die ausführliche Version, mit echten Zahlen und den Faktoren, die den Preis einer Website wirklich bestimmen.
Die Preisspanne und was dahinter steckt
Eine Website kann 500 Euro kosten oder 50.000. Beides kann seriös sein, je nachdem, was geliefert wird. Grob lassen sich drei Stufen unterscheiden. Im Bereich bis etwa 1.500 Euro bekommen Sie meist eine Baukasten-Seite oder ein angepasstes Template: schnell umgesetzt, optisch in Ordnung, aber ohne individuelle Konzeption, ohne Texterstellung und ohne ernsthafte Suchmaschinenoptimierung. Für den Handwerker, der nur eine digitale Visitenkarte braucht, kann das reichen.
Im mittleren Bereich zwischen 3.000 und 10.000 Euro liegt die klassische professionelle Unternehmenswebsite: individuelles Design, durchdachte Struktur, professionelle Texte, technische Suchmaschinenoptimierung und ein System, das wartbar bleibt. Hier bewegen sich die meisten Projekte kleiner und mittlerer Unternehmen, auch bei uns.
Darüber beginnt das Feld der größeren Projekte: umfangreiche Websites mit vielen Unterseiten, mehrsprachige Auftritte, Onlineshops oder individuelle Funktionen wie Konfiguratoren und Kundenportale. Da sind fünfstellige Budgets normal, weil schlicht mehr Konzeption, mehr Inhalt und mehr Entwicklung drinstecken.
Die fünf größten Preisfaktoren
Erstens der Umfang: Zehn Unterseiten kosten mehr als drei, weil jede Seite konzipiert, getextet und gestaltet werden will. Zweitens die Inhalte: Wer Texte und Bilder liefert, spart, wer beides erstellen lässt, zahlt mehr, bekommt aber meist auch das bessere Ergebnis, denn Text ist der häufigste Schwachpunkt selbst gelieferter Inhalte. Drittens die Individualität: Ein angepasstes Template ist günstiger als ein Design, das von null für Ihre Marke entwickelt wird. Viertens die Technik: Ein Kontaktformular ist Standard, ein Buchungssystem oder eine Schnittstelle zur Warenwirtschaft nicht. Und fünftens die Suchmaschinenoptimierung: Eine Website, die gefunden werden soll, braucht Keyword-Recherche, optimierte Texte und saubere Technik, und das ist Arbeit, die sich im Preis niederschlägt.
Warum die billigste Website oft die teuerste ist
Wir übernehmen regelmäßig Projekte, bei denen die erste Website nach ein, zwei Jahren neu gemacht werden muss: weil sie nicht gefunden wird, auf dem Handy auseinanderfällt oder der Anbieter nicht mehr erreichbar ist. Dann wurde zweimal bezahlt, und die verlorene Zeit kommt obendrauf. Die relevante Frage ist deshalb nicht, was eine Website kostet, sondern was sie einbringen soll. Wenn ein einziger neuer Kunde im Jahr mehrere tausend Euro Umsatz bedeutet, rechnet sich eine Website, die zuverlässig Anfragen bringt, schnell, und eine, die keine bringt, nie. Wie wir selbst an Website-Projekte herangehen, steht auf unserer Leistungsseite.
Die laufenden Kosten nicht vergessen
Der Projektpreis ist nur die halbe Wahrheit, denn eine Website verursacht laufende Kosten, und die sollten von Anfang an auf dem Tisch liegen. Hosting und Domain schlagen je nach Anspruch mit fünf bis fünfzig Euro im Monat zu Buche, ein Wartungsvertrag mit Updates, Backups und Sicherheitsprüfungen je nach System mit einem mittleren zweistelligen bis niedrigen dreistelligen Betrag monatlich. Dazu kommen gelegentliche inhaltliche Anpassungen. Wer diese Posten ignoriert, erlebt entweder böse Überraschungen oder, schlimmer, spart an der Wartung und handelt sich gehackte Seiten und Ausfälle ein. Seriöse Anbieter nennen die Folgekosten unaufgefordert.
Wie Sie selbst die Kosten senken können
Es gibt legitime Wege, das Budget zu schonen, ohne am Ergebnis zu sparen. Der größte: gut vorbereitete Inhalte. Wer Texte zumindest als fundierte Rohfassung liefert, Bildmaterial sichtet und Entscheidungen zügig trifft, spart Agenturstunden, die sonst in Abstimmung und Recherche fließen. Auch ein klares Briefing hilft enorm: Wer seine drei wichtigsten Ziele und fünf Beispiel-Websites benennen kann, die gefallen, verkürzt die Konzeptphase spürbar. Woran Sie dagegen nicht sparen sollten: an der Struktur, an der Suchmaschinenoptimierung und an der Mobiltauglichkeit, denn diese drei entscheiden darüber, ob die Website arbeitet oder nur existiert.
Woran Sie ein faires Angebot erkennen
Ein seriöses Angebot listet auf, was konkret enthalten ist: Anzahl der Seiten, wer die Texte schreibt, welche SEO-Leistungen dabei sind, wie es mit Wartung und Hosting weitergeht und wem die Website am Ende gehört. Misstrauisch sollten Sie werden bei Pauschalversprechen wie Platz eins bei Google, bei monatlichen Mietmodellen ohne Eigentum an der Seite und bei Angeboten, die ohne ein einziges Gespräch über Ihre Ziele zustande kommen. Eine Website ist ein Werkzeug für Ihr Geschäft, und wer sie verkauft, ohne Ihr Geschäft zu verstehen, verkauft Ihnen Dekoration.
Unser Fazit
Rechnen Sie für eine professionelle Unternehmenswebsite mit einem mittleren vierstelligen Betrag, planen Sie Texte und Fotos realistisch ein und wählen Sie den Anbieter nicht über den Preis, sondern über die Fragen, die er Ihnen stellt. Wer im Erstgespräch nur über Design redet und nie über Ihre Kunden, wird Ihnen keine Website bauen, die verkauft.